Teil 2 von 3: „Urlaub am Bauernhof“ in Argentinien – Zu Besuch in Villa Llanquín nahe Bariloche

Einen Tag nach meinem abenteuerlichen Ausritt mit dem jungen Gaucho Facundo in der Comunidad Nirihuau bietet mir Analia Garcia, eine Mitarbeiterin des Landwirtschaftsministeriums von Bariloche, die Möglichkeit sie einen Tag lang bei ihrer Arbeit mit den Familien des „Red Argentina de Turismo Rural Comunitario“ (RATuRC) zu begleiten. Diese Chance ergreife ich glatt! Da ich selbst an der Tourismusentwicklung von Kreativ Reisen in Österreich beteiligt bin und den Trend zu interaktiven Reisen mit Einheimischen seit vielen Jahren auch international verfolge, freut mich diese Möglichkeit umso mehr. Einerseits erlebe ich als erstmaliger Besucher den Zauber und Reiz einer für mich völlig neuen Welt – was mag „Urlaub am Bauernhof“ mit argentinischen Familien wohl bedeuten? – andererseits lausche ich den Erfolgen und Herausforderungen der touristischen Entwicklung in eben diesen Gemeinschaften. Für mich ein wirklich rundum gelungener Tag, von dem ich viel mitnehme.

Vor dem Lago Nahuel Huapi nahe der Stadt Bariloche, mit Analia Garcia meiner persönlichen Begleitung für einen Tag.

Vor dem Lago Nahuel Huapi nahe der Stadt Bariloche, mit Analia Garcia meiner persönlichen Begleitung für einen Tag.

 

Schon alleine die Anreise in die Comunidad Villa Llanquín ist spektakulär: Eine Autofähre und eine Fußgängerbrücke sind die einzige Verbindung zur Schnellstraße nach Bariloche.

Schon alleine die Anreise in die Comunidad Villa Llanquín ist spektakulär: Eine Autofähre und eine Fußgängerbrücke sind die einzige Verbindung zur Schnellstraße nach Bariloche.

 

Das „Red Argentina de Turismo Rural Comunitario“ bietet insgesamt 26 verschiedene Möglichkeiten zu Übernachtungen und Aktivitäten bei Familien auf dem Land in Argentinien.

Das „Red Argentina de Turismo Rural Comunitario“ bietet insgesamt 26 verschiedene Möglichkeiten zu Übernachtungen und Aktivitäten bei Familien auf dem Land in Argentinien.

 

Zunächst besuchen wir eine Familie hoch oben auf den „Cerros“, oder Hügeln der Gemeinschaft Villa Llanquín: Die Töchter müssen obwohl nur einen Kilometer Luftlinie entfernt, die gesamte Schulwoche im Internat verbringen und zu Pferde anreisen, da der Zugang ansonsten nur über Allradstraßen oder eben zu Fuß möglich ist. Wahnsinn! Ich vertraue komplett in Analias Können, ihren über 400 PS starken Firmenwagen über die steile Straße auf die Hochebene von Villa Llanquín zu manövrieren …

Oben angekommen, bietet sich uns ein spektakulärer Ausblick auf die umliegende Landschaft.

Oben angekommen, bietet sich uns ein spektakulärer Ausblick auf die umliegende Landschaft.

 

Es erwartet uns ein herzlicher, familiärer Empfang komplett mit Mate-Zeremonie, Mittagessen und Besichtigung des neuen Zubaus für die Besucher, welcher mit Mitteln aus dem landwirtschaftlichen Entwicklungsfonds unterstützt wird: Die Details zu den Fördergeldern koordiniert Analia in direkter Abstimmung mit den Familien, die innerhalb der Gemeinschaft in den Tourismus investieren möchten.

Fernáns Frau empfängt uns mit selbstgebackenen Tortillas (Weizenfladen).

Fernáns Frau empfängt uns mit selbstgebackenen Tortillas (Weizenfladen).

 

Analia mit ihrem Mate im Haus der Familie ...

Analia mit ihrem Mate im Haus der Familie …

 

Im Neubau des Hauses essen wir fürstlich zu Mittag, auf den Tisch kommen ein scharfer Tomaten-Salat, Kartoffel, gebratenes Fleisch und Tortillas.

Im Neubau des Hauses essen wir fürstlich zu Mittag, auf den Tisch kommen ein scharfer Tomaten-Salat, Kartoffel, gebratenes Fleisch und Tortillas.

 

Wir lassen es uns schmecken: Mahlzeit in Argentinien!

Wir lassen es uns schmecken: Mahlzeit in Argentinien!

 

Fernán und seine Frau bieten abgesehen von einfachen Übernachtungs-möglichkeiten Ausritte, Wanderungen und Naturbeobachtungen an, zudem verkaufen sie eigens produzierte Webwaren. Auf dem Hof tummeln sich Katzen, Hunde, Pferde, Schafe, Ziegen, eine Hausgans und sogar eine Haustaube die sich streicheln lässt!

Die Hausgans bewacht den Eingang, bis Fernán von seinem Spaziergang zurückkehrt.

Die Hausgans bewacht den Eingang, bis Fernán von seinem Spaziergang zurückkehrt.

 

Nach einer ca. halbstündigen Wanderung erreichen wir die selbstgezimmerte Hütte der Familie hoch oben in den Cerros (Hügeln) von Villa Llanquín.

Nach einer ca. halbstündigen Wanderung erreichen wir die selbstgezimmerte Hütte der Familie hoch oben in den Cerros (Hügeln) von Villa Llanquín.

 

Im Rahmen unserer Wanderung unterhalten wir uns mit Fernán und seiner Frau über bisherige Entwicklungsschritte und ihre Vision für die Zukunft: „Wir möchten Besuchern mitgeben, was es bedeutet hier am Land zu leben, welchen Reichtum wir haben und welche Werte. Die Menschen aus den Städten wissen oft gar nicht mehr, was wahre Schätze sind – bzw. kommen genau deswegen zu uns.“

Ein Porträt des Hausherrn Fernán ...

Ein Porträt des Hausherrn Fernán …

 

... sowie mein eigenes, inklusive improvisiertem Sonnenschutz vor der gnadenlosen Mittagssonne der südlichen Hemisphäre: Unglaublich, wie intensiv hier die Strahlen sind!

… sowie mein eigenes, inklusive improvisiertem Sonnenschutz vor der gnadenlosen Mittagssonne der südlichen Hemisphäre: Unglaublich, wie intensiv hier die Strahlen sind!

 

:)

Neue Freundschaften werden hier schnell geschlossen … 🙂

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