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You wouldn't be here if you weren't curious.*

Hallo! Ich bin Elena! Willkommen auf meinem Reiseblog Creativelena.com.
Ich bin die Kreativreisende, und Du offensichtlich neugierig.

*Was ist "Kreativ Reisen"? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert Dir mein Reisehandbuch "The Creative Traveler's Handbook". Am liebsten reise ich im Rhythmus der Einheimischen und bin dazu bereits ein paar Mal um die Welt. Siebensprachig. Mit viel Charme, Herz und Hirn. Dies hat mich sowohl ruhig als auch rastlos gestimmt: In der Fähigkeit, inspirierende Geschichten über außergewöhnliche Menschen und Regionen zu erzählen, liegt mein größtes Lebensglück. Viel Vergnügen & Inspiration beim Stöbern durch meine Reisegeschichten!

Reise nach Japan

Mein erster Blick auf Japan ist pures Staunen: Jede einzelne Fläche an Land erscheint vom Flugzeug aus gesehen verbaut! Einzig die zahlreichen Hügelketten ragen sanft & dunkelgrün aus dem weißgrauen Betonmeer auf. Insgesamt erhebt sich Japan als eine Ansammlung von geschwungenen Buchten aus dem umliegenden Meer. Diesig ist es hier (Smog oder einfach nur bewölkt?), wir landen buchstäblich direkt über dem Wasser: Keine 100 Meter hinter der Hafenmauer des Kansai International Airport beginnt die Landepiste. „Willkommen in Japan, die Außentemperatur beträgt 6°C …!“ Ach ja. Willkommen zurück im Winter! Doch es ist schön geheizt im Flughafengebäude – gottseidank zur Akklimatisierung für die sonnenverwöhnte Neuseeländerin. 😉

Ich atme auf, lächle und sauge alles auf. Die Geräusche, die Sprache, die Zeichen, die Menschen rund um mich: Weit & breit bin ich die einzige Europäerin! In meiner Begeisterung rede ich innerlich mit mir selbst, im Dialekt meiner Muttersprache, der sprachlich einzigen Begleitung in diesen anfänglich recht einsamen Momenten. Noch umgeben mich nämlich nur unbekannte Asiaten in einer für mich vollkommen unverständlichen Welt, die wie ich soeben aus China hier in Osaka, Japan gelandet sind.

 

Die Menschen hier sind sehr freundlich. Der Respekt steht ihnen buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Das Einzige, das wir alle verstehen, tausche ich oft und gerne mit ihnen: Ein Lächeln.

Und gleich zu Beginn bestätigt sich mir ein Klischee Japans, das ich so wirklich komplett erwartet hatte: Die Menschen hier sind extrem höflich. Dem Zollbeamten ist es fast unangenehm, mein Gepäck inspizieren zu müssen. Fast schon entschuldigend sieht er den Inhalt meines großen Reiserucksacks durch. Für den Bruchteil einer Sekunde kommt es mir: Die Chinesen werden mir bei der Zwischenlandung in Guanghzou im Süden von China wohl nichts ins Reisegepäck geschummelt haben – oder ?? Doch es ist alles in Ordnung, ich darf in Ruhe weiterreisen. Ruhe trifft es hier voll und ganz: Niemand schreit, niemand eilt, alle sind so … BEHUTSAM. In Worten wie in Gesten. Viele Menschen tragen zudem einen Mundschutz, Erwachsene wie Kinder. Faszinierend. Nach wie vor voller Beobachtungen der zahlreichen kleinen Details rund um mich mache ich mich staunend wie ein Kind (aber mit Wegbeschreibung per iPhone!) auf zum Schalter „MK Skyway“, um von dort aus mein Shuttle zum Amherst Guest House an der Doshisha Universität von Kyoto zu nehmen.

 

Hier erwartet mich am darauffolgenden Tag mein Vortrag vor dem UNESCO Creative City Komitee der Stadt Kyoto.

Alles klappt wie am Schnürchen. Mein Name ist auf der Liste des Shuttles. Alles ist durch mein Team hier vor Ort vorbereitet. Los gehts also. Erneut muss ich lächeln. Die Fahrt wird mir als gut zwei Stunden angekündigt. Muss ich noch aufs WC? Darf ich Ihnen Ihr Gepäck abnehmen? Mein Fahrer, ein junger Bursche von schätzungsweise Anfang Mitte 20, insistiert – höflich, aber bestimmt. Wir gehen zum Shuttle. Draußen ist es kalt, doch dank meiner kongenialen Icebreaker-Hemden & Jacke aus Neuseeland bin ich optimal vorbereitet! Wieder ein Lächeln, dem Wetter zum Trotz – ha! Und wir warten … bestimmt drei Minuten vor dem Zebrastreifen. Obwohl in derselben Zeit nur drei Autos vorbeifahren, gehen wir alle erst bei Grün hinüber zum Auto. Faszinierend. In keinem anderen Teil der Welt würde dies so geregelt passieren und ablaufen: Ich gebe ja zu, ich wäre selbst schon längst hinüber gegangen. Japanischer übertrifft deutsch/österreichischen Ordnungssinn ein für allemal!

 

Wenig später machen wir uns auf die Socken: Ruhig, bedächtig, ohne viel Lärm und Aufhebens, wie scheinbar der gesamte Rhythmus hier in diesem Teil Japans.

In Japan herrscht Linksverkehr wie in Neuseeland (die Engländer müssen sich aber auch überall wichtig machen), die Geschwindigkeitsbeschränkung ist maximal 80km/h, alles ordentlich, alles sauber. Die wichtigsten Straßenschilder sind allesamt zweisprachig, doch sagen mir die meisten Orts- und Straßennamen (außer Osaka, Kobe & Kyoto) rein gar nichts. Liest man hier von links nach rechts, und/oder von oben nach unten? Bestimmte Schilder könnten alles heißen. Ich blicke auf die Vegetation entlang der Autobahn, sie erscheint mir zum guten Teil immergrün, ein Teil gar zartgrün wie das Kleid der Bäume im Frühjahr. Faszinierend! Wie passt dies zum Winter? In meinem Kopf habe ich tausend Fragen – wie immer als grundsätzlich weltoffene und neugierige Person, und doch muss ich mich gedulden. Der junge Mann am Steuer ist so höflich, er bringt kein Wort heraus und ich möchte ihn nicht „blamieren“. Anfangs habe ich in meinem Überschwang noch vermeldet: „Es ist mein erstes mal in Japan! Alles ist so aufregend!!“ Woraufhin er sehr freundlich, sehr höflich, gelächelt hat und seine weißen Stoffhandschuhe übergestreift hat (!). Und als wir losgefahren sind, etwas in sein Funkgerät gemurmelt hat. Auf Japanisch selbstverständlich. Könnte alles heißen: „Mann, ich hab’ hier ne junge Dame aus Österreich, die ist nett aber sie quasselt!“, bis „Alles klar, ich bin hier am Flughafen, alle Passagiere an Bord, ich fahre jetzt los wie bestätigt.“ Wohl eher zweiteres. Doch man kann nie wissen. Und das, liebe Leser, ist nach all den Monaten des immerwährenden Verständnis in sämtlichen Sprachen der Welt über drei verschiedene Kontinente, NEU FÜR MICH.

Willkommen in Japan, liebe Elena, sage ich da nur! 😉

 

PS: Mein allererstes Mal … auf einer Autobahntoilette in Japan !!!

Ich versuche jetzt, mich gleich wieder zu beruhigen. Schließlich sind ja alle völlig ruhig und blasiert rund um mich. Aber ich finde meine ERSTE TOILETTEN-SITUATION zum Schreien komisch !!! Stellt Euch das mal vor. Da halten wir an einer x-beliebigen Autobahnraststation irgendwo im Nirwana (wohl auf dem Weg nach Kyoto). Der Fahrer, immer noch betucht in seinen weißen Handschuhen, springt auf, um mir die Tür des Wagens zu öffnen und mir den Weg in Richtung Toilettenhäuschen zu weisen. Doch das ist kein vergammeltes, stilles Örtchen wie anderswo auf der Welt entlang Autobahnen, nein nein: Hier in Japan plätschert Wasser aus einem schönen, hölzernen Springbrunnen mit Pflanzen ringsum! Spielt leise Musik aus Lautsprechern. Und … sind die TOILETTENSITZE BEHEIZT !!! So was gibt es doch bei uns nur in Altherren-Autos: Sitzheizung für die oberen Zehntausend?! Nicht so in Japan: „Diese Toilettenanlage ist vollautomatisch„, lese ich noch. Und traue mich kaum nieder zu setzen: Wird hier untenrum geduscht und / oder gespült?!? Vor lauter unterdrücktem Lachen ob meiner eigenen Aufregung muss ich später im Bus die Tränen zurückhalten. Alles im Fluss, ihr Lieben.! Mir geht’s prima.

ICH LIEBE JAPAN. 😀

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Written by Elena

Elena writes about creative destinations, shares her personal travel stories and brings inspiring photography & interesting news updates home to you. Her mission is: "Continue to be amazed at this world, one creative travel experience at a time."

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Kreativ Reisen in Kyoto: Meine Rede & rasches Lernen über die Kultur Japans!

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